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In der Zwischenzeit habe ich viele fotobegeisterte Stadtseelen kennenlernen dürfen. Einigen begegnet man immer wieder, andere sind rarer anzutreffen. Philipp gehört definitiv zur ersten Sorte und ist mit seiner stets fröhlichen Natur und der Leica Q um den Hals kaum zu übersehen. Ich mag seinen Enthusiasmus und beobachte seit Wochen, wie er sich kontinuirlich verbessert und immer bewusster fotografiert. Das ist grossartig. Deshalb – und weil ich glaube, dass auch ihr ihn und seine Bilder sehen solltet – möchte ich ihn selbst zu Wort kommen lassen. Und wer weiss: Vielleicht mag er ja in Zukunft seine Fotografien mit uns auf lovewinti teilen.

Philipp und seine LeicaQ

Seit wann lebst du in Winterthur? Woher kommst du ursprünglich?

Ich lebe seit bald vier Jahren in Winterthur. Davor habe ich in Zürich und Liechtenstein gelebt. Geboren bin ich in Immenstadt, im wunderschönen Allgäu.

Was machst du, wenn du nicht fotografierst?

Ich arbeite als Primarschullehrer und unterrichte momentan eine 1. Klasse. Ansonsten mache ich gerne Sport, treffe Freunde und Bekannte und gehe gerne Essen.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Fotografieren macht mir schon sehr lange Freude. Ich bin ein Phasenmensch und so war die Fotografie immer wieder ein Teil meiner Freizeit. Meistens jedoch nur von kurzer Dauer, da ich nicht wusste, was mich genau begeistert.

Warum Streetfotografie?

Es ist eine sehr lebendige Art der Fotografie. Da sind so viele Faktoren, die nicht gesteuert werden können und gleichzeitig hat man volle Handlungsmöglichkeiten mit der Kamera und seinem eigenen Instinkt, um den einen Moment festzuhalten. Fotografie, und besonders die Streetfotografie, ist für mich eine Art Schatzsuche. Überall da draussen sind sie versteckt. Die Kamera hilft mir dabei, sie festzuhalten und geniessen zu können.

Wer sind deine fotografischen Vorbilder? Hast du überhaupt welche?

Da ich erst ganz frisch in dieser Szene bin, kenne ich praktisch keine „grossen“ Namen. Aber einen den kenne und verfolge ich mit Freude, den Vater von lovewinti.ch. Seine Bilder sind pure Inspiration für mich. Jedes Bild hat eine klare Bildsprache, die mir persönlich wahnsinnig gut gefällt.

Zeig mir dein aktuelles Lieblingsbild, das du geschossen hast. Warum magst du es so gern?

Ich bin ein absoluter Fan der Stadt Winterthur. Deshalb versuche momentan immer mehr, diese Stadt mit ihren wundervollen Menschen in ihrer Dynamik und Charakteristik festzuhalten. Ich denke, mir ist das hier gelungen. Was meinst du?

Erklär uns, wie du dieses Bild aufgenommen hast. Wie bist du vorgegangen?

Priorität hatte bei diesem Bild, der rote Turm in der Ferne (HAHA roter Turm in einem Schwarzweiss Bild). Aber das alleine wäre wieder etwas langweilig gewesen. Da ich Schatten als Linien und Flächen in Bildern liebe, habe ich versucht, den Schattenverlauf so zu legen, damit sich die Flächen in der Verlängerung zum roten Turm treffen. Danach hiess es warten und den richtigen Moment festhalten. Glück gehört eben auch dazu!

Welches Lied fällt dir ein, wenn du das Foto anschaust?

These Streets von Paolo Nutini

Techniktalk: Womit fotografierst du eigentlich und warum?

Leica Q. Einfach weil mich die Qualität in jeder Hinsicht überwältigt. Immer noch. Diese Kamera zaubert mir jedes Mal wieder ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich sie benutze. Man spürt, dass der Hersteller alles für die Fotografie macht. Aber auf keinen Fall mehr. Und das ist genau das Richtige für mich.

Dein schönstes Erlebnis als Streetfotograf?

Es ist nicht ein Erlebnis, es sind Erlebnisse, die sich in ihrer Charakteristik wiederholen, aber dennoch jedes Mal einzigartig sind. Die Momente, in denen ich mit wildfremden Menschen in wundervolle Gespräche verwickelt werde. Der Auslöser ist dabei immer derselbe. Die Fotografie auf der Strasse, denn dort treffe ich sie, die Menschen, die meine Bilder bewegen sollen, obwohl ein Bild doch eine Momentaufnahme ist. Komisch.

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