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Leica M10

Warum diese Kamera mich schmieden wird

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Ich habe mir eine Leica gekauft, und erzähle ich Leuten davon, höre ich oft die gleichen Sätze. Ob sie denn das Geld Wert sei? Ob ich damit wirklich arbeiten kann? Und tatsächlich auch einmal: Ist das jetzt das neue und teure Must-Have-Accessoir unter den Fotografen?

„Weiss ich nicht. Ja und vielleicht, sind dann meist meine Antworten.“ Der eigentliche Grund für den Kauf ist aber ein Anderer. Aber dazu gleich mehr.

Den Kauf der Kamera habe ich auf meinem SocialMedia-Account mit „Jetzt wird alles besser“ kommentiert. Ironisch gemeint… ist doch klar; denn erstmal wird gar nichts besser, sondern eher schlechter. Das aber ist Ok und tatsächlich etwas, das ich schätze.

Die Fuji-Kameras, die vor einigen Monaten mein Canon-Equipment ersetzten, haben mir eine Welt eröffnet von der ich noch immer lerne. Sie brachten mir die Strasse näher und weckten einen neuen Enthusiasmus für die Fotografie in mir, den ich nicht für möglich hielt. Ich hab das Gefühl, dass ich seither fotografisch einen Schritt nach vorn gemacht habe und dass meine Reportagen von der Strasse profitieren.

Die Fuji XT2, insbesondere aber die X100F wurden meine Begleiter und ich hatte sie immer dabei. Ganz gleich ob auf dem Weg zur Mülltonne oder im Job. Wer mit mir mal versucht hat in den letzten Monaten einen ruhigen Spaziergang zu unternehmen, der hat sicher gemerkt, dass die Kamera selten ruht. Die Lust, die die X-Systeme in mir geweckt haben, weiss ich zu schätzen. Mit den X-Kameras in der Hand kann ich schnell und unkompliziert zu den Aufnahmen kommen, die ich will.

Meine Reportagen veränderten sich zunehmend und das habe ich der X100F zu verdanken, die damit meine stagnierende Entwicklung endlich vorantrieb.

Leica M10 – lediglich auf dem Blitzschuh ist die Bezeichnung eingraviert

Neue Impulse setzen

Und hier sind wir dann auch direkt beim Thema: Ich mag Herausforderungen und habe gelernt, dass ich für meine fotografische Entwicklung immer wieder neue Impulse benötige. Impulse, die von aussen kommen können, die ich mir aber auch selbst suchen kann. Mit der Leica ging ich nun diesen Schritt zu einer Kamera, die minimalistischer kaum sein kann und die für sich in Anspruch nimmt seine Besitzer zum „Fotografieren ohne Stützräder“ zu animieren.

„Das Wesentliche“ – wieder ein Begriff mit dem Leica selbst für die M10 wirbt und tatsächlich: hält man die M10 in der Hand fühlt man sich erstmal hilflos. Nicht, weil die Kamera als komplexes Gerät daher kommt…

…im Gegenteil: Mit ihren drei Knöpfen auf der Rückseite und den kleinen Pfeiltasten hält sie wenig Bedienelemte bereit und erlaubt dennoch schnelles Navigieren. Ins Hauptmenü aber muss man ohnehin selten bis nie… ich hab es genau ein einziges Mal getan; beim Einrichten der Kamera. Die wichtigsten Parameter für die Fotografie hat man nämlich direkt zur Hand: Das ISO Rad links am Gehäuse, das alten Filmspulen angelehnt ist, die Blende und den Fokusring (Ja, man fokussiert manuell. Immer!) am Objektiv und das Rädchen für die Belichtungszeit. Alles ist direkt griffbereit.

LV – Play – Menu | Mehr braucht die Leica nicht, um dir schnellen Zugriff auf alle Funktionen zu ermöglichen

Die Hilflosigkeit rührt eher daher, dass man eben mit sich und den Motiven allein gelassen wird. Da ist kein Autofokus, der sekundenschnell das Motiv anpeilt und verfolgt. Kein elektronischer Sucher mit Wasserwage, der den Bildaufbau unterstützt. Die Leica verzeiht keine Fehler, bietet selbst aber auch kaum Fläche für eigene Fehler. „Man schiebt nicht der Kamera die Schuld zu für fehlerhafte Bilder“, sagte mir neulich ein Freund und ebenfalls Leica-Fotograf; und er hat recht.

Ich merke in den wenigen Tagen, die ich mit meiner M10 herumlaufe bereits, dass ich entschleunigter und bewusster fotografiere. [ Einige Bilder aus den ersten Ausflügen mti der Kamera findest Du weiter unten ] Mit maximal 5 Bildern pro Sekunde will der Moment, in dem man den Auslöser betätigt, wohl überlegt sein. Auf einer Hochzeitsfeier bedeutet das etwa, dass ich den Kuss direkt festhalten muss und nicht etwa, wie bei der Fuji den Finger auf den Auslöser lassen und mir recht sicher sein kann, dass unter den 14 Frames pro Sekunde, schon der richte dabei sein wird. Es liegt nun an mir parat zu sein, die Begebenheiten besser vorherzusehen und festzuhalten.

Die Herausforderung vor der mich die Kamera stellt, suchte ich und nehme ich freudig an, denn ich weiss, die Leica wird eine Kamera sein, die mich (hoffentlich schnell) weiter schmieden wird.

Ein ausführlicher Bericht zur M10 und ein (wenn auch hinkender Vergleich) zur XT2/X100F folgen dann demnächst. Hier oder drüben auf meinem digitec-Blog.

Winterthur | Leica M10 – 35mm Summicron

Zürich | Leica M10 – 35mm Summicron

Zürich | Leica M10 – 35mm Summicron

Zürich | Leica M10 – 35mm Summicron

Winterthur | Leica M10 – 35mm Summicron

Florenz | Leica M10 – 35mm Summicron

Toscana | Leica M10 – 35mm Summicron

Toscana | Leica M10 – 35mm Summicron

Toscana | Leica M10 – 35mm Summicron

Bambole | Leica M10 – 35mm Summicron

Bambole | Leica M10 – 35mm Summicron

FCW | Leica M10 – 35mm Summicron

FCW | Leica M10 – 35mm Summicron

MFW | Leica M10 – 35mm Summicron

MFW | Leica M10 – 35mm Summicron

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