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Es war wie eine Fortsetzung jener Filme, die im ersten Teil zu überzeugen wussten, im zweiten aber eher wie eine Low-Budget Fortsetzung mit gleicher und nur leicht abgewandelter Story daher kamen. Schlechter deshalb, weil der Elfmeter noch offensichtlicher keiner war und weil auch der Freistoss, der zu Manu’s Tor führte, nie hätte gepfiffen werden dürfen.

Fussball, Du ungerechter Drecksack.

Was bleibt ist die erneute Erkenntnis, dass in dieser Mannschaft mehr steckt, als sie mitunter im Liga-Alltag zeigt… dass sie – wenn sie als Einheit den Fight annimmt – jeden Ligagegner in Schwierigkeiten bringen kann. Das macht Mut für die nächsten Wochen, lindert aber nicht wirklich den Schmerz einer ungerechten Niederlage.

Die letzten Minuten erlebte ich haut nah an der Manschaft, unweit von Romano’s Wirkungskreis und mit jeder Minute, jedem Pfiff (was hat der für einen Sch… in den letzten Minuten zusammengepfiffen) wuchs die Wut. Ich hab eine Weile gebraucht, bis ich wieder runterfahren konnte und all denen, die sich im Salon Erika blicken liessen ihre Bücher würdig überreichen konnte. Herzlichen Dank für all die lieben Worte und eure Umarmungen an dem Abend. Ich weiss – der bierigen Nachspielzeit wegen – nicht mehr ganz wem ich alles in die Arme lief, aber ich weiss, dass es gut tat und tut. Herzlichen Dank, Freude.

Da vieles sich auf mich konzentrierte und weil mir das etwas unangenehm ist: Bitte bedenkt, dass das Buch niemals hätte entstehen und wenn doch nie so schön geworden wäre, ohne Marks grossartige Arbeit. Die wenigsten haben es mitbekommen, aber Mark sass Tag und Nacht an dem Buch und hat auch mich damit überrascht. Bis zum Morgen des Spieltags, als wir die Bücher bei der bookfactory (bubu) abgeholt haben, hatte ich selbst noch kein Exemplar gesehen und war sichtlich bewegt.

Das Buch ist ein wenig auch ein kleiner Abschluss, was nicht heisst, dass ich dem Stadion und dem FCW nicht erhalten bleibe. Das werde ich. Aber es ist, als hätte es all die Anlaufzeit gebraucht, um wirklich anzukommen, Wurzeln zu schlagen und nun mit dem Buch auch mir selbst zu beweisen, wo mein neues Zuhause, meine dritte Heimat ist. Hier, bei meiner Tochter, meiner Frau, aber auch bei euch, die ihr die Stadt und die Schützenwiese so liebenswert macht.

Danke, Winti.
Bis bald.

Euer Milad

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