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Fuji steckt an.

Das scheint nicht nur mir so zu ergehen, die Kameras sind rar in der Schweiz. Wer meinen Blog hier verfolgt, dem wird nur schwer meine neu entdeckte Leidenschaft für die Fotografie entgangen sein. Erheblich dazu beigetragen hat die XT-2, die mich täglich raus auf die Strasse lockte. Seit gestern allerdings bekommt sie Konkurrenz und ihr droht es tatsächlich in den Rucksack oder gar ins Regal verbannt zu werden. Denn mit der X100F habe ich mir eine (noch kleinere) Schönheit aus dem Hause Fuji zugelegt.

In den kommenden Tagen werde ich sie – wo es nur möglich ist (also quasi überall hin)  – mitnehmen und sie für mich und auch für euch testen. Nach einem Tag allerdings lässt sich schon ein wenig über den neusten Fujistreich sagen:

Sie ist, was sie verspricht zu sein. Eine Kamera für den Alltag, für die Strasse und mit einigen Abstrichen auch für Portraits und mehr. Frisch ausgepackt, stürzte ich mich auf Zürich und fotografierte ein wenig um den Hauptbahnhof herum. Das Ganze an einem wunderschönen sonnigen Tag.

X100F – Classic Chrome | 23mm / F3,2 / ISO 800 / 1/1000s

Der hochgelobte verbesserte Autofokus mag womöglich im Vergleich zu den Vorgängern aus der gleichen Fuji-Reihe durchaus einen Sprung gemacht haben, im direkten Vergleich mit meiner XT-2 fiel sie allerdings ab. Mit fehlen die XT-2 eigenen Fokus-Modi. Das aber ist OK und zu verschmerzen, denn der Hybridsucher (und die Möglichkeit via Mini-Bildausschnitt im optischen Sucher den Fokus selbst manuell zu setzen) macht einiges wieder wett. Verlier ich bei der XT-2 im manuellen Fokus mein sich bewegendes Objekt aus dem Auge, kann ich durch den Hybridsucher der X100F das Geschehen im Auge behalten, während ich den Fokus nachziehe. Wunderbar und ein riesen Spass. Mein Auge dankt es mir ebenfalls, nicht den ganzen Tag auf ein digitales Bild schauen zu müssen.

Schön auch: das Handling der X100F

Alle Knöpfe befinden sich auf der rechten Seite der Kamera und erlauben es mir Änderungen vorzunehmen, ohne die Kamera vom Auge runternehmen zu müssen. Ich mag ebenfalls das – im Vergleich zur X-PRO2 schwerfälliger reagierende – ISO/ShutterSpeed-Rädchen. Verstellte ich bei der X-Pro2 hin und wieder ungewollt die Belichtungszeit, wo ich den ISO-Wert anpassen wollte, passiert mir dies bei der X100F nicht mehr. Wirklich klasse finde ich den eingebauten ND-Filter, der es mir erlaubt auch bei starkem Sonnenschein die Blende zu öffnen. Dank der Möglichkeit einige der Knöpfe individuell zu belegen, hab ich sie nun auch rasend schnell zur Hand. Den ND-Filter hätte ich gern auch direkt in meiner XT-2 eingebaut.

X100F – Acros | 23mm / F3,6 / ISO 800 / 1/1000s

Für so manchen von uns Fotografen ist das Click-Geräusch ein grosses Thema. Für mich eher weniger. Ich brauche keinen schönen Ton, der mir das Bild ankündigt… mir reicht die Stille und die bringt die X100F definitiv mit sich. Es ist unglaublich, wie leise sie auch mit dem mechanischen Shutter sein kann. Für mich, der ich gern unbemerkt meine Aufnahmen aus kurzer Distanz mache, ein grosser Vorteil gegenüber der XT-2, die doch hörbar agiert.

 

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