“You may say i’m a dreamer”

Die Geschichte wšre kurz erzšhlt, wollte man sie lediglich aufs sportliche reduzieren. Hier der Underdog aus Winterthur, der mit schmalem Budget und ohne ein Sieg aus den letzten Partien gegen den Finalgegner anreist; dort das grosse Fribourg mit Infrastrukturen von denen man in der Ostschweiz tršumt und finanziellen Mitteln, die weit Łber denen liegen, die man hier verwaltet. Die Geschichte hat aber viele Facetten und sie beginnt weit vor dem Spiel und ist tief verwurzelt in den einzelnen Biografien der Akteure. Ich hŲre sie mir an; im Bus – wšhrend der Hinfahrt nach Genf, in den Mediatheken Schweizer Sender und in aufgeschnappten Sštzen abseits des Geschehens.

Ich versuche mich einzufŁhlen und stehe plŲtzlich mittendrin. Auf dem Parkplatz der Eulachhallen, als sie eintreffen. Im Car zwischen den Spielerinnen, die sich einstimmen, mich mitreissen und es mir leicht machen mich mit ihnen und ihrem positiven Geist zu identifizieren. Auf der Ersatzbank, als die Luft stillzustehen scheint und man die Spannung der letzten Sekunden mit den Hšnden greifen kann. Im Kreis, als sie sich und ihren Erfolg feiernd Tršnen vergiessen. Der Tag hat viele Helden. Da gibt es den Fitnesstrainer, der einen langen persŲnlichen Kampf gegen eine lebensgefšhrliche Krankheit hinter sich hat. Es gibt die Kapitšnin, deren unbšndiger Wille sie nach einem Autounfall wieder aufs Feld gebracht hat. Es gibt den Trainer, der… ich weiss nicht wie…eine Ruhe ausstrahlt, die jede Nervositšt, die selbst ich verspŁrte, schwinden lšsst. Er, der gemeinsam mit seinem Staff, Winterthur zu einer ernstzunehmenden Adresse im Schweizer Basketball gemacht hat. Seine Spielerinnen, die auch nach dem holprigen Beginn an sich glaubten und die taktische Umstellung nach dem Kabinengang aufs Feld brachten.

Und wenn eine gute Geschichte Helden mit Tiefgang braucht, so hat diese hier gleiche Etliche und sie wissen zu inspirieren. So nehme ich mit aus diesem Tag ein Erlebnis, das mir immer in Erinnerung bleiben wird und die Bestštigung, das man seine Tršume durchaus leben darf.

Danke, BC Winterthur!
Auf euch!

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