0%

“You may say i’m a dreamer”

Die Geschichte wäre kurz erzählt, wollte man sie lediglich aufs sportliche reduzieren. Hier der Underdog aus Winterthur, der mit schmalem Budget und ohne ein Sieg aus den letzten Partien gegen den Finalgegner anreist; dort das grosse Fribourg mit Infrastrukturen von denen man in der Ostschweiz träumt und finanziellen Mitteln, die weit über denen liegen, die man hier verwaltet. Die Geschichte hat aber viele Facetten und sie beginnt weit vor dem Spiel und ist tief verwurzelt in den einzelnen Biografien der Akteure. Ich höre sie mir an; im Bus – während der Hinfahrt nach Genf, in den Mediatheken Schweizer Sender und in aufgeschnappten Sätzen abseits des Geschehens.

Ich versuche mich einzufühlen und stehe plötzlich mittendrin. Auf dem Parkplatz der Eulachhallen, als sie eintreffen. Im Car zwischen den Spielerinnen, die sich einstimmen, mich mitreissen und es mir leicht machen mich mit ihnen und ihrem positiven Geist zu identifizieren. Auf der Ersatzbank, als die Luft stillzustehen scheint und man die Spannung der letzten Sekunden mit den Händen greifen kann. Im Kreis, als sie sich und ihren Erfolg feiernd Tränen vergiessen. Der Tag hat viele Helden. Da gibt es den Fitnesstrainer, der einen langen persönlichen Kampf gegen eine lebensgefährliche Krankheit hinter sich hat. Es gibt die Kapitänin, deren unbändiger Wille sie nach einem Autounfall wieder aufs Feld gebracht hat. Es gibt den Trainer, der… ich weiss nicht wie…eine Ruhe ausstrahlt, die jede Nervosität, die selbst ich verspürte, schwinden lässt. Er, der gemeinsam mit seinem Staff, Winterthur zu einer ernstzunehmenden Adresse im Schweizer Basketball gemacht hat. Seine Spielerinnen, die auch nach dem holprigen Beginn an sich glaubten und die taktische Umstellung nach dem Kabinengang aufs Feld brachten.

Und wenn eine gute Geschichte Helden mit Tiefgang braucht, so hat diese hier gleiche Etliche und sie wissen zu inspirieren. So nehme ich mit aus diesem Tag ein Erlebnis, das mir immer in Erinnerung bleiben wird und die Bestätigung, das man seine Träume durchaus leben darf.

Danke, BC Winterthur!
Auf euch!

follow me on facebook / instagram for more stories

Der LoveWinti-Newsletter
für alle Fotobegeisterten